„Wäsche“ ist ein gebräuchlicher Name für die „Unterwäsche“. Er wird heute (2026) nur noch selten in dieser Weise verwendet, lebt aber in manchen Sprüchen weiter.
Der Begriff „Wäsche“ ist im Grunde reserviert für die Unterwäsche, die sich waschen ließ – daher der Name. Er kann für zahlreiche „Wäschestücke“ stehen- Voraussetzung ist, dass sie „Nahe am Körper“ getragen wurden – also auch Unterröcke. Im Französischen existiert der gleiche Begriff als „Lingerie“, der auch im Deutschen als Lehnwort verwendet wird, wenn man von „Damenwäsche“ spricht.
Im erotischen Bereich ist daraus entstanden, „jemandem an die Wäsche zu gehen“ oder „auf Tuchfühlung“ zu gehen. Also zwar nicht die nackte Haut, wohl aber die „Wäsche“ zu berühren. Die Unterwäsche gehörte im Bürgertum ganz selbstverständlich zur „Aussteuer“ der Tochter.
Der Begriff stammt aus der Zeit, als man als „Wäsche“ noch nahezu ausschließlich die Unterwäsche bezeichnete, die sich waschen ließ. Man sagte dazu auch das „Tuch“, was wieder den Begriff „Tuchfühlung“ erklärt. Die mitverwendeten Materialien waren Leinen und Baumwolle. Die exklusive Oberbekleidung der vornehmen Damen wurde niemals gewaschen, sondern nur gelüftet.