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In manchen Kulturen wird viel geküsst, in anderen wenig. Und wenn geküsst wird, dann oft nicht auf den Mund, sondern auf die Wange. Den Kuss auf die Lippen leisten sich nur etwas drei Siebtel der menschlichen Kulturen.
Der Kuss auf die Lippen des Mundes wird dabei als absichtlicher Kontakt mit den Lippen anderer bezeichnet, der dazu dient, die Liebe zu beweisen oder zu entfachen. Außer uns Menschen tun es noch die Schimpansen – allerdings nicht als Liebesbeweis, sondern als soziales Spiel.
Ausdauerndes Küssen wird auch „Knutschen“ genannt. Der „Knutschfleck“ entsteht aber nur durch das Ansaugen der Haut.
Ein Kuss, bei den die Barriere geschlossener Lippen mithilfe der Zunge überwunden wird, nennt man Zungenkuss. Erwartet wird zumeist, dass dadurch die Bereitschaft zum Sex verstärkt wird – sowohl bei sich selbst als auch beim Partner oder der Partnerin. In vielen Fällen trifft dies auch zu.
Die Hautoberfläche lädt an allen sichtbaren Stellen zum Küssen und „Kosen“ ein, beispielsweise im „Hinunterküssen“ vom Hals zu den Genitalien.
Sie symbolisieren heute eine gewisse Unterordnung, nachdem besonders Handküsse früher oft als „galante Geste“ angesehen wurden. Sie speilen in der BDSM- und Fetischszene eine große Rolle.
Genitalküsse werden oft vor dem eigentlichen Cunnilingus oder Fellatio gegeben. Analküsse sind deutlich seltener und weniger beliebt.
Bei manchen Paaren gehört auch das „knabbern“ an der Haut oder ein anderer spielerischer Einsatz der Zähne zu den Kussritualen. Die „Zahnbarriere“ gehört zu erotischen Spielen der Vergangenheit, bei denen der Zungenkuss zunächst mithilfe der Zähne verweigert wird.