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Als „Chemie zwischen zwei Menschen“ gilt der Zustand, ohne Worte oder besondere Mühe in den Gefühlen übereinzustimmen. Man sagt dann eben auch, dass „die Chemie stimmt“.
Ganz neu ist der Begriff nicht. Er stammt vom britischen Dichter John Donne (1590) und lautet:
Then like the Chymicks masculine equall fire, Which in the Lymbecks warm wombe doth inspire Into th’earths worthlesse durt a soule of gold, Such cherishing heat her best lov’d part doth hold.”
Sinngemäß heißt dies, dass die Menschen im wertlosen erscheinenden Einerlei des Alltags eine „goldene Seele“ entdecken, die sie mit einer „inneren Wärme“ umhüllt.
Wissenschaftlich gesprochen und ins 21. Jahrhundert übersetzt kann man es so sagen:
„Chemie nennt man eine gemeinsame Gefühlsregung, die sich nicht aus der Summe der einzelnen Äußerungen ergibt, sondern darüber hinausgeht.“
Der Ausdruck ist in Deutschland ebenfalls bekannt, wird jedoch nicht in allen Lexika erwähnt. Wenn man in Deutschland sagt: „Die Chemie hat gestimmt“, dann heißt dies: „Die Gefühle haben zur Zweisamkeit beigetragen“.
Weitere Informationen (englisch)
In ähnlicher Weise spricht man im Jugendjargon von „Vibes“ (Vibrationen).