Keuscheitserziehung

Keuschheitserziehung der Töchter

„Keuschheitserziehung“ ist eine bewusste Erziehung dazu, sich weder mit Sexualität zu beschäftigen, noch sie in irgendeiner Form auszuüben. In Deutschland galt dies lange Zeit für junge Frauen (Töchter), von denen erwartet wurde, bis zur Eheschließung „Jungfrau“ zu bleiben. Im bürgerlichen Sinne diente die Keuschheitserziehung auch dazu, die Töchter möglichst vor einer vorzeitigen Schwangerschaft zu bewahren. Die Eltern hofften jedenfalls, dass die Töchter als „Jungfrauen“ in die Ehe gehen würden. Sie erwartete oft auch, dass die Heiratschancen eines unberührten Mädchens (Backfisches) stiegen, wenn es vor der Ehe keinerlei sexuelle Erfahrung hatte.

Diese Auffassung existierte unabhängig von der Frage, wie die Eltern zur Religion standen.

An jungen Männer (Söhne) wurden kaum vergleichbare Forderungen gestellt.

Dieser Text konnte mit heutigen Methoden nicht mit Quellen versehen werden - er beruht auf Erfahrungswissen von Zeitzeugen